EGBA beunruhigt über dänische Casino-Steuererhöhungspläne

EGBA kämpft gegen dänisches Casino-Gesetz

Eine neue Besteuerungsstruktur, die kürzlich vom normalerweise fortschrittlichen Dänemark angekündigt wurde, sorgt in der Casino-Branche für Verwirrung. Dänemarks jüngste Pläne sehen vor, bis spätestens 2021 die Steuer auf Glücksspieleinnahmen von 20 auf 28 Prozent zu erhöhen. Die EGBA beschreibt diese Ankündigung als völlig unverantwortlich, da ein solcher Schritt nur dazu beitragen würde, einen bereits umfangreichen Online-Casino Schwarzmarkt noch größer und mächtiger zu machen.

Laut EGBA werden höhere Steuern mehr Spieler in die Arme von ausländischen, illegalen Anbietern treiben als je zuvor. Dies wird dazu führen, dass die Bürger des Landes dem typischen rücksichtslosen Verhalten des Schwarzmarkts ausgesetzt sein werden. Noch bedauerlicher ist, dass Dänemark für seine fortschrittlichen Sicherheitsmaßnahmen gefeiert wird – Maßnahmen, die wertlos sein werden, sollten Spieler sich dem Schwarzmarkt zuwenden.

Das dänische Casino-Recht verfügt über eines der effektivsten Selbstausschlusssysteme der Welt.

Es wird nur noch schlimmer werden

Zu den weiteren Bedenken gehört, dass das Land bereits mit den desaströsen Auswirkungen einer globalen Gesundheitskrise zu kämpfen hat. Noch schlimmer ist, dass Dänemark mit geringeren Einnahmen und begrenzten Einzahlungen konfrontiert ist – eine Situation, die schon vor Beginn der aktuellen Finanzkrise begann. Man kann sich daher vorstellen, wie lähmend sich die neueste Steuerstruktur auswirken wird, sollte sie vollständig umgesetzt werden.

Datenprognosen zeichnen in der Tat ein beunruhigendes Bild. Dazu gehört, dass die Kanalisierung voraussichtlich um bis zu 12 Punkte auf 76 Prozent sinken wird, und zwar bereits bis 2024. Auch die Einnahmen der Betreiber von Online-Casinos werden sich dieser Entwicklung nicht entziehen können – bei weitem nicht. Sie werden im Laufe der nächsten drei Jahre voraussichtlich um 4,5 Milliarden Dänische Kronen sinken.

Dänemark vor Gier gewarnt

EGBA-Sekretär Maarten Haijer hat in der Zwischenzeit verzweifelt gefordert, dass man ein feinfühligeres Gleichgewicht zwischen der allgemeinen Kontrolle des lokalen Casino-Marktes und den geplanten Steuern erreichen müsse. Dabei gehe es um einfache Mathematik. Wenn Steuern hoch und unerreichbar sind, werden Kunden einfach nach erschwinglicheren Offshore-Optionen Ausschau halten.

Wirklich beunruhigend ist, dass Prognosen eine Zunahme von Offshore-Glücksspiel um 80 % erwarten lassen, sollte die jüngst vorgeschlagene Steuergesetzgebung wie geplant umgesetzt werden. Dänemark, so Haijer, solle sich davor hüten, dass die Interessen seiner Wirtschaft im Verhältnis zu den tatsächlichen Fakten in eine Konfliktsituation geraten.