Farbenfrohes Südamerika: Aber bitte ohne Glücksspiel?!

Die meisten Menschen bringen Südamerika mit einem farbenfrohen Kontinent in Verbindung, in dem es nichts gibt, was es nicht gibt. Doch beim Glücksspiel hört die Farbenfreude auf! Das gilt zumindest für Brasilien, das zu den begehrten Reiseländern zählt. Doch wer als Gambler hier Urlaub machen möchte, muss auf die Casinos vor Ort verzichten und sollte sich stattdessen lieber an sein Onlinecasino per Tablet oder Smartphone halten. Allerdings sei auch dazugesagt, dass dies nur die offizielle Version ist, denn inoffiziell gibt es eine gigantische Nachfrage nach Glücksspielangeboten. Umfragen besagen, dass in Brasilien über 100 Millionen aktive Spieler leben und das, obwohl seit 1941 alle derartigen Geschäfte unter den „Criminal Convention Act“ fallen und somit illegal sind. Momentan gibt es aber Bestrebungen seitens Ciro Nogueiras, eines Senators, das Gambling zu legalisieren. Ein entsprechender Gesetzesantrag wurde bereits gestellt. Die Wirtschaft des Landes würde eine positive Entscheidung begrüßen, die Kirche hingegen stellt sich quer.

Als Glücksspieler in Brasilien

Wer hierzulande Spaß am Glücksspiel hat, spielt online oder sucht sein favorisiertes Casino auf. Das soll auch im Urlaub so sein, doch die aufregenden Abende in Brasilien müssen ohne Gambling auskommen. Stattdessen ist die „Mega Sena“, die staatliche Lotterie, eine Möglichkeit zum Spielen. Außerdem können Sportwetten platziert werden, denn sie sind inzwischen legal. Und das in einem Land, das auf den Straßen vom Poker zu leben scheint! Wer sich dafür interessiert, lernt die verschiedenen Pokerarten quasi nebenbei und selbst die Kinder Brasiliens sind mit den meisten Spielarten und Tricks längst vertraut. Da kann eine Sportwette sicherlich nicht mithalten, denn die Aufregung hält sich dabei in Grenzen. Wer dennoch spielend unterwegs sein will und sich nicht nur auf sein Onlinecasino verlässt, das übrigens eine immer größere Bedeutung in der Welt des Glücksspiels gewinnt, kann einen Ausflug in eines der Nachbarländer Brasiliens unternehmen.

Alternativen zum Glücksspiel in Brasilien

Freunde des Glücksspiels und vor allem des Pokerns werden in Argentinien glücklich. Hier gibt es mehr als 60 Casinos, in denen das öffentliche und vor allem legale Spielen erlaubt ist. Neben Casinos sind dabei auch Pferdewetten einbezogen, die an Bedeutung wachsen. Der nördliche Bereich um Posadas ist besonders abwechslungsreich, hier können Gambler aus verschiedenen Orten und Angeboten wählen. Buenos Aires hält in einem seiner Vororte das Casino de Tigre bereit, das größte Casino des Landes.

Auch Peru kommt als Alternative infrage: In 50 Orten gibt es rund 25 Locations zum Spielen. Besonders bunt geht es in Miraflores zu, dort sind allein acht Spielorte zu finden und der Ort gilt als wahre Glücksspielmetropole. Das größte Casino ist das Atlantic City Casino.

Oder wie wäre es mit Uruguay? Die meisten Brasilianer, die legal spielen wollen, kommen hierher und so bietet sich das Land auch für einen Besuch der Spielfreunde an, die sich auf Urlaubsreise befinden. Interessant: Die Glücksspielindustrie von Uruguay ist die größte des gesamten südamerikanischen Kontinents! In Punta del Este findet sich das bekannteste Casino von ganz Lateinamerika, das damit den eigentlichen Nobelbadeort zu einem Spielerzentrum macht. Im Casino treten Weltstars auf und unterhalten die Gäste, die sich beim Pokern oder anderen Spielen vergnügen.

Zuletzt seien noch Chile und Ecuador als Alternativen genannt, denn in beiden Ländern ist das professionelle Glücksspiel erlaubt. Im Hotel Casino Plaza Caicedo in Quito (Ecuador) treffen sich die besten Spieler des Landes, die Stadt ist die Metropole des Glücksspiels. Auch in Chile und hier vor allem in der Hauptstadt Santiago de Chile finden Gambler tolle Bedingungen und eine riesige Auswahl an Spielen.

Wer will da noch nach Brasilien?

Darum ändert Brasilien vielleicht seine Meinung

Zum einen ist davon auszugehen, dass es zwar ein Verbot von Glücksspiel in Brasilien gibt, dass sich aber längst nicht überall daran gehalten wird. Zumal das Platzieren von Wetten über Internetcasinos nur schwer zu kontrollieren sein dürfte. Durch eine Legalisierung des Gamblings würde sich der Markt weitaus besser kontrollieren lassen und die Behörden in Brasilien gehen davon aus, dass mit der Legalisierung auch Betrug und Kriminalität sinken würden. Wichtig wäre allerdings die Einhaltung bzw. Umsetzung verschiedener Auflagen sowie die Berücksichtigung und Kontrolle von Bestimmungen zur Regulierung. Effiziente Kontrollen müssen im Fokus stehen, damit Manipulation und Verbrechen geringere Chancen haben.

Der für die Regierung wohl wichtigste Grund liegt allerdings in der schwächelnden Wirtschaft, die durch das Glücksspiel wieder angeregt werden soll. Durch den Rückfluss der Einnahmen an die Casinobesitzer könnte ein Multiplikatoreffekt geschaffen werden. Die Gewinne müssten natürlich versteuert werden, was wiederum die Staatskasse des Landes füllen würde. Außerdem spielt der Tourismus eine Rolle: Eine florierende Glücksspielindustrie lockt die Spieler nach Brasilien und sie würden ihr Geld sicherlich nicht nur für das Gambling ausgeben.

Mittlerweile warten sowohl inländische als auch ausländische Investoren auf das Ende der Regierungsgespräche, denn das Potenzial des Landes als neues Glücksspielland liegt auf der Hand. Und das auch ohne Berücksichtigung der Touristen, die im Urlaub nicht nur online spielen wollen.