Norwegen feiert Einbruch bei illegalen Glücksspielwerbungen

Das Vorgehen gegen Glücksspielanzeigen funktioniert in NorwegenDie Werbeausgaben von nicht lizenzierten Casino-Betreibern sind in Norwegen deutlich rückläufig. Dies veröffentlichte die norwegische Glücksspielaufsichtsbehörde Lottstift. Die Regulierungsbehörde hat kürzlich die neuesten Statistiken zu Werbeausgaben sowie den prozentualen Anteil der Einnahmen, die durch die einzelnen Ausgabenströme erzielt und generiert wurden, zur Verfügung gestellt.

Dies sind alles sehr gute Nachrichten, sagt die Regulierungsbehörde, da die Zahlen deutlich zeigen, dass Norwegen seine Bemühungen, illegale Offshore-Betreiber von der örtlichen Glücksspielbranche fernzuhalten, erfolgreich durchführt.

Erhöhte Lizenzausgaben

In der Zwischenzeit haben die gestiegenen Werbeausgaben der beiden wichtigsten lizenzierten Betreiber des Landes, Norsk Tipping und Norsk Rikstoto, den für lokale Fernsehsender zuständigen Rundfunkveranstaltern, sei es lokale oder Offshore-Rundfunkveranstalter, erhebliche Vorteile gebracht.

Trotzdem sollen die Werbeausgaben insgesamt um mindestens 13% gesunken sein. Dies berücksichtigt die Werbeausgaben von lizenzierten und nicht lizenzierten Betreibern sowie von lokalen Fernsehsendern und ausländischen Sendern wie der britischen BBC, Fox und Comedy Central. Die BBC bleibt der Hauptausgabetopf für die Betreiber, bestätigte die Aufsichtsbehörde. Dies gilt wiederum sowohl für lizenzierte als auch für nicht lizenzierte Werbeausgaben von Betreibern.

12 Monate Fortschritt

In Anbetracht der Situation, die sich in den letzten zwölf Monaten abspielte, wurden ausländische Rundfunkkanäle von den Betreibern in dem Maße unterstützt, dass 14% ihres kollektiven Einkommens von den Betreibern stammte. Der norwegische Lokalrundfunk erwirtschaftete deutlich weniger als 2% der Einnahmen aus Werbeausgaben der Betreiber.

Laut Lottstift-Direktor Gunn Merete Paulson ist der Rückgang der Werbeausgaben von illegalen Betreibern zwar eine gute Nachricht im Hinblick auf die Effizienz der Bemühungen der Regulierungsbehörde, nicht lizenzierte Spielbetriebe im Land zu begrenzen, der Rückgang kann jedoch durchaus teilweise von etwas ganz anderem getrieben sein. Ein Beispiel wäre, dass die Werbeausgaben lediglich für andere Werbemaßnahmen und -mittel verwendet werden. Die Regulierungsbehörde beobachtet derzeit die Marktbewegungen in diesem speziellen Bereich genau, sagte Paulsen.

Die verstärkten Bemühungen, nicht lizenzierte Betreiber aus den Reihen des lokalen Marktes zu vertreiben, dauern seit 2017 an. Externe Betreiber nutzen durch die Ausstrahlung in ausländischen Fernsehkanälen nach Norwegen eine Gesetzeslücke für ihre eigenen Zwecke. Die Regulierungsbehörde sucht jedoch ständig nach effektiveren Möglichkeiten, um die Lücke zu schließen.