Kansspelautoriteit verhängt neue Rekordbußen

Die niederländische Glücksspielbehörde Kansspelautoriteit hat im vergangenen Jahr gegen Spiele, die gegen die Gesetze und Vorschriften verstoßen, Bußgelder in Höhe von insgesamt 1,7 Millionen Euro verhängt. Das ist ein massiver Anstieg gegenüber den Strafen von fast einer Million Euro, die im Jahr 2017 verhängt wurden. 2016 lag die Summe bei knapp 400.000 Euro und 2015 bei fast 500.000 Euro. Es wurde darauf hingewiesen, dass 23 Sanktionsentscheidungen getroffen, 7 Verwaltungsstrafen verhängt, 12 Sanktionen ausgesprochen und 4 Anklagen unter Verwaltungszwang erhoben wurden.    

Von den 7 Verwaltungsstrafen wurden fünf gegen international lizenzierte Online-Marken verhängt. Hier waren Bet-at-Home, Betsson, CyberRock Entertainment, HoneyDew Trading und William Hill betroffen. Es wurde festgestellt, dass alle diese Unternehmen auf unrechtmäßige Weise niederländische Spieler  angeworben haben.

Weiter wurde betont, dass die Verhängung von Sanktionen immer das letzte Mittel sei und dass alle Versuche unternommen wurden, das gesetzeswidrige Verhalten zunächst auf andere Weise zu korrigieren. Diese Vorgangsweise wird bevorzugt, weil sie effektiver und effizienter ist als langwierige Gerichtsverfahren, die hohe Personalkosten verursachen.

Die Lizenzen wurden entzogen

Die Glücksspiel-Regulierungsbehörde verhängte darüber hinaus eine Geldstrafe gegen den Eigentümer des Internetcafés ITC Lounge in Zusammenhang mit Computern, die für die Durchführung von Sportwetten eingerichtet wurden. Daneben wurde auch eine Privatperson im Dezember 2018 bestraft, weil sie zwei Spielautomaten ohne Lizenz betrieb. Diese Person wurde mit einer Geldstrafe von 14800 € belegt. Die Automaten wurden noch neun Jahre weiterbetrieben, obwohl die Lizenz im Jahr 2009 entzogen wurde. 

Abgesehen von den im vergangenen Jahr verhängten Sanktionen hat die KSA zudem insgesamt 37 Betriebsgenehmigungen widerrufen. Die Gründe hierfür lagen laut der Behörde darin, dass die Inhaber keine Glücksspielabgaben zahlten oder Betriebsgenehmigungen auf Antrag der betreffenden Marke nach der Schließung des Unternehmens entzogen wurden.

Online-Glücksspiele sind illegal

Nach aktuellem Stand ist das Spielen von Online-Glücksspielen in den Niederlanden strengstens verboten. Daher ist es eigentlich nicht möglich, dass den entsprechenden Betreibern solcher Dienste Genehmigungen erteilt werden können. Allerdings wird ein Gesetz über das Online-Glücksspiel derzeit im niederländischen Senat diskutiert, nachdem das Repräsentantenhaus es schon im Jahr 2016 verabschiedete. Für den 5. Februar dieses Jahres ist eine Debatte über den Gesetzentwurf geplant. Eine Abstimmung wird dann voraussichtlich später im Monat stattfinden.

Quelle:

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