Prominente Autoritäten kritisieren die niederländische Glücksspielpolitik

Holländische Politiker bekommen Ärger von den GlücksspielregulierungsbehördenPolitiker in den Niederlanden schaden den holländischen Spielern. Das ist die Meinung des scheidenden Vorsitzenden und des ebenfalls zurücktretenden stellvertretenden Vorsitzenden der niederländischen Regulierungsbehörde Kansspelautoriteit. Jan Suyver und Henk Kesler traten letzte Woche von ihren Ämtern zurück und werden durch Rene Jansen und Bernadette van Buchem ersetzt.

Das Duo hielt sich nicht lange damit auf, sich an die guten Zeiten zu erinnern, sondern teilte heftig gegen das System und die Politik im Allgemeinen aus. Die beiden Herren vertraten die Meinung, dass die Politik dabei versage, angemessene Schutzmaßnahmen für die Bürger des Landes zu etablieren.

Die Gesetzgebung ist noch nicht abgeschlossen

Man kann die Frustration der Beiden schon verstehen, vor allem, wenn man bedenkt, dass sie 2012, also vor etwa 6 Jahren, ihre Arbeit bei der Regulierungsbehörde aufgenommen hatten. Zu dieser Zeit wurde klar, dass bald ein Gesetz für das Online-Glücksspiel verabschiedet werden würde, und dass Suyver und Kesler damit betraut werden würden, die Umsetzung der Gesetzesvorlage zu überwachen und die Bekämpfung illegaler Online-Casino-Aktivitäten im Land zu unterstützen.

Es sind jetzt 6 Jahre vergangen und nichts ist passiert. Die Gesetzgebung ist immer noch nicht abgeschlossen und schlummert im Senat vor sich hin. Unterdessen spielen Schätzungen zufolge mindestens eine Million holländische Bürger regelmäßig auf illegalen und unregulierten Casino-Websites.

Kesler beschuldigt langsame Politiker

Es ist daher nicht verwunderlich, dass das Duo bei seinem Abtritt nicht viel über schöne Erinnerungen sprach, sondern eine ganze Salve von Schüssen in Richtung Senat abgab. Kesler und Suyver haben sich sogar dazu entschlossen, an die Öffentlichkeit zu gehen; sie haben die Details ihrer vielen Enttäuschungen mit dem Senat und dem Gesetzgebungsprozess in einem Interview auf der offiziellen Website der Kansspelautoriteit dargelegt.

Das allein gibt schon einen deutlichen Hinweis darüber, wie die Regulierungsbehörde zu diesem Thema steht: Sie war bereit, ein Interview zu veröffentlichen, das der aktuellen Situation der Gesetzgebung sehr kritisch gegenübersteht.

Kesler sagte, dass er die vergangenen sechs Jahre leider nicht als eine Zeit des Erfolges betrachten könne, da er nicht in der Lage war, das zu erreichen, was er ursprünglich geplant hatte, nämlich die Umsetzung eines Gesetzes zu fördern, dass die Bürger des Landes schützt. Er betonte, dass die Politik daran schuld sei. Ein geeignetes System mag vorhanden gewesen sein, aber die Politiker hatten es nicht mit der gebotenen Sorgfalt umgesetzt.

Quellen:

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