Easter Eggs im Netz

Easter Eggs im Netz

Man kann diese unterhaltsamen Spielereien in Software und Programmen aller Art entdecken und oft tauchen sie auf, wenn man sie am wenigsten erwartet. Es lohnt sich also, stets die Augen nach ihnen offen zu halten, egal ob Sie gerade ein Reiseroute berechnen lassen, die Nachrichten lesen, einen neuen Suchbegriff eingeben oder gar in Online und Mobile Casinos spielen. Tech-Easter-Eggs sorgen, wo immer sie auftauchen, für jede Menge augenzwinkernden Spaß, wie Ihnen die Beispiele bestätigen werden, die wir hier für Sie herausgesucht haben.

Versteckte Geheimnisse und Botschaften

Als die ersten Videospiele aufkamen, wurden die einzelnen Designer von den großen Softwareschmieden, bei denen sie angestellt waren, für ihre Mitarbeit an Spieletiteln in keinster Weise namentlich erwähnt. Aus Protest gegen diesen Missstand versteckten sie deshalb ihre Namen in verschiedenen verborgenen Winkeln und Ecken ihrer Spiele. Entdecken konnte sie nur, wer bestimmte Codes oder Tastenkombinationen eingab und oft war es fast genauso schwer, diese Geheimnisse zu entschlüsseln, wie das Spiel selbst zu schlagen.

Von da an entwickelten sich die versteckten Funktionen zu Kleinoden, die richtig Spaß machten. Heute kann man Cheat-Codes für Spiele, Popkultur-Insider – besonders im Hinblick auf Computerklassiker– und der Merkwürdigkeiten und Späße mehr finden, wenn man nur weiß, wo und wie man suchen muss. Entschlossenen Easter-Egg -Jägern ist ein Erfolgserlebnis garantiert, wenn Sie die versteckten Nachrichten auspüren, und oft liegt der Schlüssel für eine besonders hohe Highscore oder ein Achievement in einem Easter Egg verborgen.

Google: Die Meister der Easter Eggs

Google gilt als Unternehmen, bei dem verspielter Spaß auf ernsthafte Innovation trifft, und diesem Ruf weiß es voll und ganz gerecht zu werden, indem es überall in seinen Anwendungen Easter Eggs versteckt. Als der „Auf gut Glück“-Button nach und nach abgeschafft wurde, war es möglich, verschiedene Befehle einzutippen, die verschiedene Funktionen und Aktivitäten auslösten. Gab man zum Beispiel den englischen Satz „I’m Feeling Stellar“ (etwa: Ich fühle mich himmlisch) ein, erfuhr man merkwürdige und wunderbare Fakten über den Weltraum und die Himmelskörper. Außerdem konnte man „I’m Feeling Puzzled“ (etwa: Das ist mir ein Rätsel) eintippen und so auf eine Seite gelangen, auf der man eine Quizfrage gestellt bekam, die man dann mit der Hilfe von  –Sie haben es erraten – Google lösen konnte. Und noch heute kann man mit „Do a Barrel Roll“ (Mach eine Fassrolle) das vielleicht berühmteste Easter Egg aller Zeiten auslösen, bei dem der gesamte Browserinhalt einen virtuellen Purzelbaum schlägt.

Auch in Google Maps sind ein paar tolle Easter Eggs versteckt. Wenn man sich z. B. in Google Street View etwas vor der Earl’s Court Underground Station in Großbritannien umsieht, wird einem eine blaue Telefonzelle auffallen. Wenn man hier den Pfeil nach oben drückt, wird man in die Tardis von Doctor Who versetzt!

Tippen Sie ein paar Mal schnell hintereinander auf den Namen des installierten Betriebssystems Ihres Android-Smartphones, wenn Sie die „Über das Telefon“-Kategorie in den Einstellungen aufrufen, und Sie starten damit verschiedene Spiele, und der Pixel-Dinosaurier, der im Browser erscheint, wenn Sie keine Internetverbindung haben, wird zum Protagonisten eines unendlichen Jump-and-Run-Spiels, wenn Sie auf eine Pfeiltaste drücken. Google hat noch viel mehr Easter Eggs versteckt, die sie entdecken können; das hier waren nur ein paar für den Anfang.

Die versteckten Schätze des Internets

Google ist ohne Frage äußerst produktiv, aber es ist natürlich keinesfalls die einzige Firma, die merkwürdige oder humorvolle Easter Eggs versteckt. Wenn Sie in in Microsoft Word „=Rand(4,4)“ eingeben, oder die 4 gegen eine andere Zahl austauschen, erhalten Sie ganze Absätze voller Zufallssätze, und auch an das Konami-Code-Easter-Egg von Condé Nast von vor ein paar Jahren erinnern wir uns gern zurück. Gab man hier nämlich einen berühmten Cheat-Code für das NES-Spiel Contra (hoch, hoch, runter, runter, links, rechts, links rechts, B, A) auf den Vogue-, GQ- und Wired-Webseiten ein, erschien ein albernes Dinosaurierbild.

Mozilla mischt ebenfalls bei der Easter-Egg-Sause mit und hat in all seinen Browsern apokalyptische Sprüche versteckt. Das ganze ist eine Metapher für den Konkurrenzkampf der Firma mit Microsofts Internet Explorer, wobei Microsoft stets als Mammon bezeichnet wird. Ein tolles Beispiel für Insider-Späßchen, welche IT-affine Benutzer, die auf diese Sprüche stoßen, sicher zu schätzen wissen. Außerdem kann man daran sehen, dass versteckte Easter Eggs ganz verschiedene Menschen ansprechen, je nachdem wie technisch versiert diese sind.