Vaunet unzufrieden mit Casino-Werbeblöcken

Deutschlands Verband der privaten Medienunternehmen hat die staatlichen Regulierungsbehörden aufgefordert, die heftigen Werbebeschränkungen zu überdenken, die im Rahmen der neuen gesetzlichen Bestimmungen für Casino und Wetten Rahmenbedingungen vorgeschlagen wurden. Vaunet hat sich bei den Glücksspiel-Regulierungsbehörden des Landes geäußert und darauf hingewiesen, dass der einzige Meilenstein, der durch die Werbebeschränkungen erreicht werden soll, die Missachtung des Kernziels des geänderten Regulierungsrahmens ist - nämlich die Kasinokunden von Schwarzmarktbetreibern wegzulocken.

Die Einschränkungen wurden in allen möglichen Formen angekündigt, von täglichen Zeiten, in denen die Ausstrahlung von Glücksspiel- und Wettanzeigen nicht erlaubt ist, bis zu einer Zensur darüber, was den Zuschauern während des gesamten Inhalts der Anzeigen präsentiert werden darf und was nicht.  

Die Rahmenbedingungen werden nicht die Ziele erreichen

Vaunet hat außerdem gesagt, dass ihr Problem nicht mit der vorgeschlagenen Befreiung der Online-Casinos und der Online-Wettindustrie in Deutschland zu tun hat, sondern eher mit der Tatsache, dass die vorgeschlagenen Rahmenbedingungen noch nicht einmal eingeführt sind und bereits gegen ihre eigenen Ziele zu verstoßen scheinen. Werbung ist ein mächtiges Instrument, wenn es darum geht, die Spieler und Sportwettenanbieter des Landes weg von räuberischen Betreibern und hin zu legalen und regulierten Casinospielen und Wettprodukten zu lenken.

Da Vaunet mehr als 150 Fernseh-, Radio- und Online-Medien-Streaming-Kanäle verwaltet und betreibt, wird ein großer Teil der Inhalte seinen Weg gehen, sobald der vorgeschlagene Rechtsrahmen offiziell in Kraft tritt. Laut dem Vorsitzenden von Vaunet für interne Wetten, Dr. Matthias Kirschenhofer, würde die Werbeindustrie des Landes in einer Zeit, in der viele andere Einnahmequellen ernsthaft fehlen, profitieren, wenn der Regulierungsrahmen in einer marktfreundlichen Weise angegangen würde.  

Rundfunkanstalten ziehen den kürzeren Strohhalm

Kirschenhofer betonte auch, dass, wenn die neuen Rahmenbedingungen hinsichtlich der Werbung und der Zeiträume stark eingeschränkt würden, die Investitionen in das, was er als attraktive Casino-Inhalte bezeichnet, beendet würden, bevor sie tatsächlich in vollem Umfang zum Tragen kämen.

Der Vorsitzende brachte auch eine Anfrage zu Abschnitt 5(2) des neuen Rahmens ein und verwies speziell auf den verwirrenden Charakter des Abschnitts, da dieser übermäßige Werbung verbietet. Kirschenhofer sagte, dass diese Beschreibung bestenfalls verwirrend sei und aufgrund des offenen und strittigen Charakters der Verordnung Rechtsunsicherheit schaffe. Kirschenhofer ist ferner davon überzeugt, dass die Durchsetzung eines Werbeverbots für Online-Slots und Poker zwischen 6 Uhr morgens und 21 Uhr abends die Sender definitiv benachteiligen wird.