Veganismus in Deutschland

Wissenswertes über Veganismus

Sorgt Veganismus für Mangelernährung?

Wer sich nicht vegan ernährt, der empfindet diese Lebensweise möglicherweise als kompliziert. Schließlich muss man als Veganer stets auf die Inhaltsstoffe seiner Speisen achten. Allerdings haben zahlreiche Nahrungsmittelhersteller den Trend erkannt und vegane Produkte in ihr Sortiment aufgenommen. Auch in vielen Restaurants und Cafés stehen zunehmend vegane Mahlzeiten auf der Speisekarte. In den eigenen vier Wänden bereiten sich die meisten Veganer ihr Essen ohnehin selbst zu. Die wichtigsten Zutaten dafür sind selbstverständlich Obst und Gemüse. Skeptische Menschen führen angesichts der eingeschränkten Auswahl ins Feld, dass es Veganern zwangsläufig an wichtigen Nährstoffen fehlen muss – vor allem an denen, die Fleisch und Fisch liefern. Allerdings beinhalten einige pflanzliche Lebensmittel eine ähnliche Menge an Vitaminen und Spurenelementen. So stecken in 100 Gramm Kürbiskernen nicht nur größere Mengen an Magnesium, Kalzium und Zink, sondern auch beinahe so viel Eisen wie in Schweineleber. Und im Gegensatz zur Leber, die man erst zubereiten muss, kann man sich bei nahezu jeder Gelegenheit eine Handvoll Kürbiskerne in den Mund stecken – etwa wenn man einen Film schaut oder im Online-Casino spielt. Generell sollte man als Veganer wissen, welche Lebensmittel reich an Vitaminen und Spurenelementen sind. Derartige Erkenntnisse sind aber ohnehin hilfreich, auch wenn man sich nicht vegan ernährt.

Veganer in Deutschland

Es ist nicht gerade einfach, die Anzahl der Menschen in einem Land zu ermitteln, die sich vegan ernähren. So schwanken die Angaben für Deutschland zwischen 0,1 und einem Prozent der gesamten Bevölkerung, was einen Wert zwischen 81.000 und 810.000 Menschen ausmachen würde. So ermittelte das Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel in seiner „Nationalen Verzehrstudie II”, dass es im Jahr 2008 weniger als 80.000 Veganer in Deutschland gab. Eine repräsentative Befragung, die das Marktforschungsinstitut Skopos im Jahr 2016 durchführte, kam dagegen auf eine Anzahl von rund 1,3 Millionen deutschen Veganern in Deutschland. Ungeachtet der großen Diskrepanz der beiden Werte ist doch zu erkennen, dass der Anteil der Menschen, die auf tierische Produkte verzichten, ansteigend ist. Aufschlussreich sind auch einige andere statistische Erhebungen von Skopos. Demnach haben 70 Prozent der deutschen Veganer einen hohen Bildungsabschluss, und vier von fünf sind Frauen. Drei Viertel der Menschen, die heute Veganer sind, waren zuvor Vegetarier, ein Viertel hat sich direkt für die vegane Lebensweise entschieden. Interessant sind auch die Angaben über die Gründe, weshalb sich 1,3 Millionen Deutsche für den Veganismus entschieden haben. Bei 61 Prozent der Veganer stand der Tierschutz im Vordergrund, lediglich acht Prozent empfanden eine gesunde Ernährung als wichtigstes Argument für den gänzlichen Verzicht auf Tierprodukte.

Der weltweite Veganismus

Als das Land mit dem größten Anteil an Veganern gilt Israel. Studien zufolge sollen etwa 300.000 Einwohner auf tierische Produkte verzichten, was rund fünf Prozent der gesamten Bevölkerung ausmacht. Die israelische Armee bietet veganen Soldaten sogar geeigneten Proviant sowie eine Ausrüstung an, bei der auf Leder und Wolle verzichtet wird. Mit einem Anteil von vier Prozent an der Gesamtbevölkerung leben auch in Schweden recht viele Veganer.