Legales Glücksspiel muss in Schweden eine Schlappe einstecken

Neuesten europäischen Online-Casino-Nachrichten zufolge verliert Svenska Spel Marktanteile an unlizenzierte Betreiber, die ihre Inhalte schwedischen Spielern anbieten. Laut eines Berichts der schwedischen Glücksspielbehörde Lotteriinspektionen zeigen aktuelle Zahlen, dass illegale Glücksspielunternehmen die Einnahmen des Monopols langsam aber sicher in Mitleidenschaft ziehen.

Die für die ersten beiden Quartale veröffentlichten Daten belegen, dass der Markt um 1,5 % auf 11,2 Milliarden SEK gewachsen ist. Lizenzierte Unternehmen hatten 73 % Marktanteil, was allerdings einen Verlust von 2 % bedeutet, während nicht-schwedische Anbieter 2 % gutmachen konnten.

Ardalan Shekarabi, Minister für die öffentliche Verwaltung des Landes, erklärte, es sei nun an der Zeit, die Kontrolle über den Markt zurückzugewinnen, der für kriminelle Aktivitäten genutzt werde.

Neue Spielregeln

Die neuen Vorschriften, die im Januar in Kraft treten sollen, sehen vor, dass jedes Unternehmen, das auf dem schwedischen Markt tätig ist, eine entsprechende Lizenz besitzt. Das Land lässt seit August diesen Jahres Lizenzanträge zu und hat bereits Dutzende solcher Anträge erhalten.

Der Gesetzentwurf, der auf eine Abstimmung durch den Gesetzgeber wartet, sieht eine Aufteilung des Marktes in verschiedene Sektoren vor. Nämlich einen wettbewerbsorientierten Sektor, einen gemeinnützigen Sektor und einen Sektor in staatlicher Hand, die alle durch das neue Gesetz geregelt werden. Glücksspiel wird mit 18 % besteuert, falls es nicht gemeinnützigen Zwecken dient und Gewinne aus nicht lizenzierten Webseiten fallen ebenfalls unter diese Steuer.

Darüber hinaus überträgt das Gesetz die Verantwortung für die Einschränkung des Glücksspiels und den Schutz der Spieler den Betreibern, die verpflichtet sind, strenge Restriktionen durchzusetzen. Alle Anbieter, ob herkömmlich oder im Netz, müssen Spielern die Möglichkeit bieten, sich selbst zu sperren, und die Unternehmen dürfen nur Erstspielern Bonusse anbieten. Die Vermarktung nicht lizenzierten Glücksspiels wird zu einer Straftat.

Was man bis 2019 erwarten darf

Lotteriinspektionen gab zu Protokoll, dass die neuen Vorschriften gar nicht früh genug in Kraft treten könnten. Analyst Magnus Granland geht davon aus, dass nicht lizenzierte Unternehmen bis Januar Schwedens legalen Anbietern weitere Marktanteile abluchsen werden.

Svenka Spel hat bereits 1,3 % Verlust gemacht, und es ist davon auszugehen, dass sich dieser Rückgang bis zum Ende des Jahres fortsetzt. Außerdem wird erwartet, dass in den kommenden Monaten eine Flut an Werbemaßnahmen illegaler Glücksspielbetreiber zu beobachten sein wird. Dadurch werden diese ihre Bruttospieleinnahmen weiter steigern können, während die der lizenzierten Betriebe sinken.

Die intensiven Marketingaktivitäten illegaler Betreiber waren der Glücksspielbehörde des Landes stets ein Dorn im Auge. Durch das neue Gesetz kann sie in Zukunft allerdings rechtliche Schritte einleiten, wie das bereits im Fall zweier Zeitungen Anfang des Monats geschehen ist.

Quelle:

http://www.igamingbusiness.com